Sonntagsbrief

zum 1. Fastensonntag
22. Februar 2015


Liebe Gemeinden,

wir hören am 1. Fastensonntag vom Aufenthalt Jesu in der Wüste, wie Mk ihn berichtet. Jesus „war in der Wüste …und war mit den Tieren (zusammen), und die Engel dienten ihm.“( Mk 1, 13) Es soll nicht nur die Öde der Landschaft oder die Gefahr, in der Jesus sich befand, beschrieben werden. Vielmehr geht es darum, dass mit dem Kommen Jesu das Paradies erneuert, wiederhergestellt wird.

Wie Adam nach Gen 2, 9 in Gemeinschaft mit den Tieren war, so erwartete man für die Endzeit, dass wieder Friede zwischen Mensch und Tier herrschen werde. Jes 11, 1-9 spricht davon, wie das Kommen des Messias begleitet wird von paradiesischen Zuständen: „Dann wohnt der Wolf beim Lamm…“

Mk 1, 13 will also sagen: Die Heilszeit bricht an, das Paradies wird wieder aufgetan. Inmitten des Paradieses ist der neue Adam (vgl Röm 5, 12 ff; 1 Kor 15, 45 ff), der nicht der Versuchung erliegt und dem „die Engel dienen.“ Es gehört zur jüdischen Überlieferung, dass die Engel Adam gedient haben. Erst recht dienen sie dem endzeitlichen Adam = Menschensohn. Der Dienst der Engel ist Sinnbild der wiederhergestellten Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch.

Herzliche Sonntagsgrüße!

Ihr Peter Krischer, Pfarrvikar

Lied des Monats Februar

in allen unseren Sonntagsgottesdiensten

 

NGL Nr. 269 “Du Sonne der Gerechtigkeit”